Jodel, Tinder & Snapchat im Wahlkampf

Jodel, Tinder & Snapchat im Wahlkampf

Jodel, Tinder & Snapchat im Wahlkampf

Eine Kurzerklärung aus Hamburg.

Die Situation: Im Wahlkampf sind digitale Medien zu einem indiskutablen Teil der Kampagne avanciert. Die Parteien, Spitzenpolitiker und Direktkandidaten versuchen sich im Ozean der Sozialen Medien zurechtzufinden. Dabei werden Facebook, Instagram und Twitter als selbstverständliche Plattform erachtet und benutzt.

Die Frage: Ist diese Trinität der sozialen Netzwerke ausreichend? Wie nutze ich andere zielgruppenorientierte Netzwerke?

Die Herleitung: Die drei o.g. Netzwerke gehören zum Pflichtprogramm. Eine Fokussierung und professionelle Ausführung sind selbstverständlich. Das liegt zum anderen an der Reichweite und der Breite der Zielgruppen, welche erreicht werden. Auf Facebook sind, durch geschickte Social Media Strategien, der gesamte Wahlkreis mit Ihren Wahlberechtigten erreichbar. Per Instagram können Sie durch intelligente Eingriffe nicht nur Ihre Abonnenten erreichen. Durch Tweets können Sie aktuelle Debatten kommentieren und beeinflussen. Allerdings bespielen immer mehr Parteien und Politiker alternative Netzwerke wie Jodel und Snapchat. Diese Akteure wissen, dass Sie mit einfachen Mitteln bestimmte Zielgruppen mobilisieren können.

Der Blickpunkt: Die Jugendorganisation der FDP nutzt Jodel als Teil Ihres Social Media Plans. Jodel ist eine auf Studenten angelegte App, in der jeder anonymisiert Nachrichten oder Bilder postet. Dieses Posting erreicht jeden in der Reichweite des Stadt- oder Landkreises. Dabei werden diese sog. „Jodel“ in chronologischer Reihenfolge auf der Startseite angezeigt und sind durch Likes und Dislikes bewertbar. Das Posting mit den meisten Likes wird auch unter der Kategorie „Lautester Jodel“ angezeigt. Mit kreativen Postings sind die Zielgruppe der Studenten leicht zu erreichen. Jodel sollte definitiv in Universitätsstädten bei der heißen Wahlkampfphase eine Rolle spielen. Die nächste digitale Applikation ist die Dating Plattform Tinder. Es gab schon einige mutige Direktkandidaten, welche Tinder als Kampagnenplattform genutzt haben. Durch sog. „Matches“ können Sie mit dem potenziellen Partner in Gespräch kommen. Direktkandidaten können also durch eine große Anzahl an Matches Ihr Profil präsentieren. Die Kontaktaufnahme ist kreativer und persönlicher. Die großen Nachteile sind die Effektivität und der große Zeitaufwand. Es ist eine sympathische Aktion, gerade für junge Direktkandidaten. Trotzdem ist Tinder kein Wahlkampftool. Anders sieht es mit Snapchat aus. Die App mit dem Geist Logo sollte definitiv eine aktive Rolle im Wahlkampf spielen. Durch Snapchat lassen sich wunderbar Alltagsgeschichten inszenieren. Aufgrund des persönlichen Touchs wird eine engere Bindung zum Nutzer erzeugt, welche sich als effektiv und mobilisierend herausstellt. Durch den Abgleich mit Ihren Telefonkontakten können Sie direkt mit einer großen Anzahl von Snappern beginnen. Beweisbar ist auch, dass Snapchat gerade von Erstwählern genutzt wird. Diese Zielgruppe wird bei vielen Kampagnen vernachlässigt.

Das Fazit: Die Welt der sozialen Medien ermöglicht Kampagnen viele Möglichkeiten. Diese sollten genutzt werden. Trotzdem sollten nur effektive Tools bespielt werden.

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