More Lovespeech!

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More Lovespeech!

Ein Lösungsvorschlag aus Bielefeld.

Die Situation: Besonders in den Sozialen Medien wird der gesellschaftliche Unfrieden spürbar. Der Ton im Umgang mit anderen Nutzern ist rau und respektlos. Die Politik verschlief es lange geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Nun bestimmt bspw. Arvato, ein Tochterunternehmen des Bertelsmann Konzerns, im Auftrag der Social Media Giganten welche Inhalte auf Facebook und Co. gezeigt werden und welche nicht erscheinen. Dies scheint auch keine zufriedenstellende Maßnahme gegen den sog. Hatespeech zu sein.

Die Frage: Wie kann Hatespeech verhindert werden? Welche Maßnahmen würden helfen Hasskommentare zu verringern?

Die Hintergründe: Nein, Hatespeech ist nicht auszuschließen. Die Gründe sind vielfältig. Zum einen muss verstanden werden, woher Hatespeech kommt. Wir haben einerseits den schon angesprochenen gesellschaftlichen Unfrieden in Form einer Masse von vielen individuellen Unbefriedigten. Diese entladen Ihren, in der Realität gebildeten, Frust in die virtuelle Welt. Man könnte meinen, dass Hasskommentare solange existieren werden wie es unerfüllte Menschen geben wird. Zum anderen stellen Kommunikationshindernisse einen Grund dar. Dabei hilft vor allem die Vermeidung der direkten Konfrontation. Der Bildschirm trennt den direkten Anblick und somit die Gestik, Mimik und die Reaktionen des Anderen. Man kommuniziert rationaler und somit emotional kälter. Ein letzter und wichtiger Grund für Hatespeech sind die Trolle und Bots, welche nur existieren, um Hatespeech zu verbreiten. Dies unterminiert den oben genannten Gedanken, dass durch Hass geladene Kommentare zeitlos existieren werden.

Die Lösung: More Lovespeech! Soziale Netzwerke leiden an der ungleichen Verteilung von positiven und negativen Nachrichten. Positive Kommentare erzeugen nicht dieselbe Reichweite wie negative Äußerungen. Dem Nutzer muss ein Bewusstsein gegeben werden mehr positive Energie zu verbreiten. Facebook hat mit dem Herz-Botton ein hilfreiches Tool entwickelt. Nur reicht es nicht aus, um die Proportionen quantitativ auszugleichen. Der Nutzer muss, durch unscheinbare Hinweise, dazu geleitet werden auch seine, sonst stille Positivität, auch zu verschriftlichen. Die Funktion, dass nach einem Like der Hinweis erscheint „Möchtest du XY nicht auch einen lieben Kommentar hinterlassen?“ könnte ein solcher Hinweis sein. Mit einem ausgeklügelten Algorithmus wird dieser Hinweis auch nur dann erscheinen, wenn es nötig ist. Folglich werden mehr Menschen animiert Ihre positiven Gedanken zu verschriftlichen. Diese Funktion wäre auch gegenteilig denkbar. „Bist du dir sicher, dass du diesen Kommentar veröffentlichen möchtest?“ könnte als Hinweis erscheinen, wenn bestimmte Schlagwörter fallen oder nach einem eher negativ geprägten Like (wütender, trauriger Smiley).

Fazit: Es reicht nicht das Problem auszusourcen. Die Plattform sollte eine Call-to-Action Funktion anbieten. Dem Nutzer steht es frei diese Handlung durchzuführen und er und die Plattformbetreiber werden auch ein Interesse daran haben, dass soziale Netzwerke Ihre Bezeichnung verdienen.

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